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Standortbeschreibung

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Standortbeschreibung

2.1 Lage

Die Stadt Murrhardt liegt am nordöstlichen Rand des Rems-Murr-Kreises an der Kreisgrenze zum Kreis Schwäbisch Hall. Die betroffene Verbindungsstraße ist zwar nicht stark befahren, wird aber als wichtige Verbindung zwischen der Stadt Murrhardt, der Gemeinde Auenwald und der Stadt Backnang wahrgenommen. Eine Sanierung war für die Stadt Murrhardt daher ein wichtiges Anliegen. Die Straße führt hauptsächlich durch bewaldetes Gebiet, das teilweise starke Neigungen aufweist. Da die Forstwirtschaft in Murrhardt eine große wirtschaftliche Rolle spielt, wird die Straße zusätzlich zeitweise hohen Belastungen durch Langholztransportern ausgesetzt.

Die Hangrutschungen ereigneten sich alle auf einer Länge von 300 m. Die erste Rutschung erfolgte hangseitig nördlich der Straße. Dabei rutschten die Erdmassen auf einer Fläche von 240 m² auf die Fahrbahn und überdeckten diese in einer Höhe von ca. 1,2 m. Die zweite und dritte Rutschung ereigneten sich südlich der Fahrbahn zum Tal hin.

Hangrutschung 1 Murrhardt
Rutschung 1

2.2 Geologie

Die Gemeindeverbindungsstraße quert die triassische Schichtenfolge des Mittleren Keupers. In dem Bereich, in dem es zu den Rutschungen kam, befindet sich laut geologischer Karte der Grenzbereich von Stubensandstein und Oberem Bunten Mergel.

Nach dem Aufschluß der Schichten durch Kleinrammbohrungen und Baggerschürfen konnte dies nicht bestätigt werden. Die im Rutschungsbereich anstehenden Schichten sind ihrer Ausbildung zufolge noch dem Unteren Sandstein zuzuordnen. Die Grenze zur Schicht des Oberen Bunten Mergels beginnt hier tiefer.

Hangrutschung 2 Murrhardt
Rutschung 2

2.3 Ursache der Hangrutschungen

Bei Rutschung 1 lieferte ein Baggerschurf außerhalb der Rutschungszone ein Bild davon, wie sich die Verhältnisse vor der Rutschung darstellten. Zwischen der Schicht des Stubensandsteins und des abgerutschten quartären Hangschutts (brauner-kiesiger Ton) sammelte sich Schichtenwasser, das wegen des undurchlässigeren anstehenden Tons zwischen den beiden Schichten den Hang abwärts fließt und erst im Bereich der Straße austritt. Obwohl im Bereich des Abrisses zum Untersuchungszeitpunkt keine direkten Wasseraustritte festzustellen waren, war die verbleibende Rutschungsmasse wassergesättigt und von breiiger Konsistenz. Dazu füllte sich der Baggerschurf, der in der Rutschungszone angelegt worden war mit einer nicht unerheblichen Wassermenge. Durch die langanhaltenden Niederschläge verschlechterten sich die Scherparameter auch durch den Zufluss von Oberflächenwasser, von dem sich oberhalb des Hangs befindlichen Waldweges, der eine Neigung talwärts aufwies. Bei der Rutschung handelte es sich um eine relativ flachgründige Translationsrutschung.

Bei Rutschung 2 und 3 wurde kein anstehendes Schichtenwasser entdeckt. Doch auch diese Rutschungen sind Translationsrutschungen. Rutschung 2 weist dabei einen murenartigen Charakter auf. Bei Rutschung 3 erfolgte die Rutschung über die ganze Fläche. Die Rutschungen in diesem Bereich hatten als Ursache den durch die heftigen und langandauernden Niederschläge verursachten Oberflächenabfluss, der von der Straße über den Hang abfloss, den Hangschutt aufweichte und als Suspension auf dem unterlagernden härteren Tonsteinschichten abführten. Im Bereich der Rutschung 2 floss das Oberflächenwasser in einem bereits vorgezeichneten Gerinne ab.

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