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Baubeschreibung

Gewerbepark Hiltrop in Bochum – Ehemalige Zeche und Kokerei Lothringen IV

7. Baubeschreibung

7.1 Verfüllarbeiten

Im Rahmen der Flächenvorbereitung wurden im Vorfeld der eigentlichen Sanierungsarbeiten die Verfüllarbeiten der unterirdischen Hohlräume durchgeführt.
Dazu wurden zunächst in regelmäßigen Abständen quer über die Fläche Baggerschürfe im Bereich des Urgeländes angelegt. Als Ergebnis der Erkundungsschürfe wurden Bereiche identifiziert, die mit Dämmer verfüllt wurden.

7.2 Planum im Bereich des Abdichtungsbereichs
  • Durchführung von erforderlichen Vermessungsarbeiten zur Feststellung von Auftrags- und Abtragsbereichen in Abhängigkeit der zu erstellenden Höhen- bzw. Gefällesituation.
  • Durchführung von erforderlichen Profilierungsarbeiten im Rahmen der Erstellung der erforderlichen Planumsfläche.
7.2.1 Abtragebereiche im Urgelände

In den Abtragsbereichen wurde wie folgt vorgegangen:

  • Materialabtrag und Einbau in den Auftragsbereichen.
  • Durch entsprechende bautechnische Maßnahmen wurde die Geländeoberfläche derart profiliert, dass ein Gefälle zum Drainagegraben entstand.
  • Vor dem Aufbringen der Gasdrainage wurde das Planum erstellt und verdichtet.
7.2.2 Auftragsbereiche auf das vorhandene Urgeländeniveau

In den Auftragsbereichen wurde wie folgt vorgegangen:

  • Verdichten des Urgeländeplanums.
  • Einbau von kontaminiertem Material.
  • Die Einbauhöhe des unverdichteten Bodens betrug im Mittel rd. 0,30 m. 
  • Nach jeder Schüttlage und Einebnung erfolgte sofort die dynamische Verdichtung.
  • Durch entsprechende bautechnische Maßnahmen wurde die Oberfläche derart profiliert, dass ein Gefälle zum Drainagegraben entstand.
  • Vor dem Aufbringen der Gasdrainage wurde auch hier das Planum erstellt und verdichtet.
7.3 Einbau des Geogitters auf dem Urgelände

Auf die so erstellte Planumsfläche der Auftrags- bzw. Abtragsbereiche wurde das Geogitter auf das Urgelände aufgelegt.

7.4 Erstellung der Gasdrainage
  • Der nächste Baustein der Oberflächenabdichtung war die Erstellung der Gasflächendrainage. Hier wurde eine Gasdrainschicht auf die gesamte Planumsfläche eingebaut. Durch die Gasdrainage wird aufsteigendes Gas aus der Bodenluft bzw. aus dem Steinkohlengebirge gefasst, dem umlaufenden Kiesfilter im Böschungsbereich zugeführt aus dem es passiv entgasen kann.
  • Die Gasdrainschicht ist als Flächendränage ausgeführt worden. Das Material ist mit einer Stärke von d = 0,10 m aufgebracht worden. Als Material der Gasdrainschicht wurden vor Ort abgesiebte Gießereirestsande verwendet. In einem kleinen Teilbereich im Nordosten wurde geogener Sand eingebaut.
Baustellenbild
Erstellung der Gasdrainage
7.5 Verlegen der Bentonitbahn und der Entwässerungsbahn

Die Verlegung der Geokunststoffe, insbesondere der Bentonitbahn und der Entwässerungsbahn, erfolgte durch die Fa. von Witzke, Joachimstraße 72 aus 45309 Essen.

Baustellenbild
Verlegen der Bentonitbahn und der Entwässerungsbahn
7.6 Einbau des Tragschichtmaterials, Überschüttung der Abdichtung
  • Der Einbau des Tragschichtmaterials erfolgte im "Vor Kopf" Verfahren.
  • Die Mindestüberdeckung im ersten Schritt betrug ca. 0,40 bis 0,50 m.
Baustellenbild
Einbau des Tragschichtmaterials, Überschüttung der Abdichtung.

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Bild Herr Segtrop
Herr Segtrop

Projektmanager Umwelttechnik

Telefon: +49 (0) 174 3050059 E-Mail

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