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Ausführung

Revitalisierung eines Spielplatzes mit Fallschutzlösungen

5. Ausführung

Dank des integrativen Planungsprozesses entstand für den Colleggarten ein Spielraum, der sich in drei Bereiche für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche gliedert, abgegrenzt durch niedrige, bepflanzte Modellierungen. Aufrechte, hohe Stahlstangen in den Farben Rot und Orange und schwebende Holztonnen bilden die auffälligen Gestaltungselemente, die den Spielplatz in seinem Charakter prägen.

Der etwa 1.000 m² große Bereich für die Kinder im Alter von 6-12 Jahren bildet das Herz der Anlage. Der Anspruch echter Herausforderung wird durch die Kombination von Höhe und Bewegung mit Seilkonstruktionen und Hölzern angestrebt. Das Angebot soll abwechslungsreiche Bewegungen fordern. Die Kinder müssen sich bei jedem Schritt konzentrieren, wodurch die motorische und dadurch auch die geistige Entwicklung der Kinder gefördert wird.


Ausführungsarbeiten im Sommer 2014.

Ausführung des Bereichs für Kinder von 6 - 12 Jahren.

Blickrichtung Westen auf die farbenfrohen PEGASOFT Fallschutzhügel im Meer der Holzschnitzel.
5.1 Spiel und Sicherheit

Die Anlage enthält einfache bis schwierige Angebote. Balken oder Übergangsseile mit Halteseilen für die kleineren Kinder. Ein senkrechtes Netz, wackelnde Teller oder eine Hangelstrecke auf 3,00 m Höhe für die Größeren, die an ihre Grenzen kommen wollen. Sollte ein Element zu schwer sein, können die Kinder wieder zurückgehen oder kontrolliert herunterspringen. Die Holztonnen mit den schwierigeren Angeboten stehen auf kleinen Hügeln aus fugenlosem PEGASOFT Fallschutzbelag, der vor Ort in Handarbeit aus Gummigranulat gebaut wurde.

Die Niedrigseilanlage sollte so anspruchsvoll sein, dass die älteren Kinder ein attraktives Angebot finden, welches sie dauerhaft reizt, etwas auszuprobieren. Ein Angebot, welches für jüngere Kinder bewusst zu anspruchsvoll ist. Die Anlage benötigt daher einen wirksamen Einstiegsfilter, der die Kleinen daran hindert, die Spielgeräte alleine zu erklimmen. Anstatt diesen Filter direkt in das Spielgerät zu integrieren, bot sich die Möglichkeit, mit einer Hügellandschaft als Einstiegsfilter ein weiteres Spielelement zu etablieren.

5.2 Farbenfrohe Hügellandschaft mit Zusatznutzen

Jede Tonne steht auf einem steilen Hügel. Diese Kombination kann in der Phantasie der Kinder vieles sein, ein Berg mit einer Burg, ein Turm auf einer Insel oder ein Schiff im Meer. Gleichzeitig dienen die Hügel aus PEGASOFT Fallschutz mit ihren 45-Grad als schwieriger Einstiegsfilter, als Herausforderung beim Hochklettern. Wer es schafft, hoch zu kommen, wird auch die Angebote auf dem Hügel meistern.

Zusätzlich schaffen die Hügel am Boden verschiedene kleine Räume zum spannenden Herumlaufen. Mit der leuchtend orangen Farbe im Kontrast zum Holzhäcksel wird ein weiteres Element zum Entdecken geschaffen.

„Diese vielen kleinen Hügel konnte ich aus mehreren Gründen nur aus einem fugenlosen Fallschutzbelag bauen. In der Niedrigseilanlage sind teilweise Fallhöhen bis zu 3,00 m vorhanden. Durch die Kombination von Holzhäcksel in der Fläche und dem PEGASOFT Belag am Hügel konnte der notwendige Fallschutz in der ganzen Anlage individuell eingebaut werden.

Die kleinen Hügel sollten außerdem in ihrer Form prägnant sein und bleiben, was mit kleinen Erdhügeln nicht zu erreichen wäre. Sie würden bei dem Nutzungsdruck abrutschen und sich verändern. Häufi g kommt an diesen Stellen dann das Fundament zum Vorschein.

Zu guter Letzt bietet der Fallschutzbelag auch die Möglichkeit, tolle Farben auf einem Spielplatz einzubauen. In Verbindung mit den Naturmaterialien, in die punktuell der farbige Kunststoff eingebaut ist, entstehen wertvolle Kontraste, Materialvielfalt und kreative Abwechslung.

Bereits in der Planungsphase konnte ich mit dem Hersteller BECO Bermüller meinen Farbwunsch individuell abstimmen und konkretisieren. Ich entschied mich nach der Bemusterung für einen kräftigen Farb-Mix aus den Tönen Rot und Orange, mit einem Akzent Rose und Gelb. Die von mir vordefinierte Farbmischung konnte dann genau so auf den Colleggarten übertragen werden.“
Silvia Held


Verlegung des fugenlosen Fallschutzbelages in Handarbeit.

Den Grundkörper bildet schwarzes Gummigranulat, welches auf einen vormodellierten Betonkörper aufgebracht wird.

Blickrichtung Norden über die Niedrigseilanlage.
5.3 Sichere Spielgeräte

Da der PEGASOFT Kunststoffbelag für verschiedene Fallhöhen eingebaut werden kann, kamen am Colleggarten für den Fallschutz je nach Bedarf Schichtdicken von 40, 50 und 95 mm zum Einsatz. Am Starthügel der Seilbahn wurde sogar innerhalb eines Hügels mit 2 verschiedenen Fallhöhen gearbeitet: Fallhöhe 3,00 m auf der Seite der Niedrigseilanlage und Fallhöhe 1,50 m auf der Seite der Seilbahn. So konnten die Kosten möglichst niedrig gehalten werden.

Insgesamt wurden auf 6 Hügeln insgesamt 150 m² PEGASOFT Fallschutzbelag verlegt.


In einem zweiten Arbeitsschritt wird der farbige EPDM - Fallschutzbelag in einem Arbeitsgang ohne Fugen aufgebracht.

Spiellandschaft für die Kleinen ab 3 Jahre.

Die orangefarbigen Hügel fügen sich organisch in den Sandbereich ein.

Detailaufnahme des Fallschutzbelages. Hier lässt sich der Granulatmix erkennen, der das leuchtende Gesamtbild bestimmt.
5.4 Eigener Bereich für die Kleinsten

Für die Kleinkinder von 3-6 Jahren entstand im gleichen Design ein eigenständiger Bereich auf einer Fläche von etwa 400 m². Mit einer Holztonne als Häuschen und Buddeltischen im Sand zum Spielen. Durch die Verwendung von Holz, Stein, Seil und Resopal können die Kleinen verschiedene Materialien erforschen. Mit einer Schaukel und einer Rutsche, sowie einfachen, niedrigen Balken, Netzen und einem Kunststoffhügel werden schon erste Bewegungsmöglichkeiten angeboten. Der Kleinkinderbereich sollte eingezäunt werden. Innerhalb der Bepflanzung steht ein auffälliger Zaun. Im offenen Übergang zur Parkanlage steht ein Spielelement aus Recyclingmauern und Holzelementen, auf dem die Kinder balancieren können.

5.5 Treffpunkt für Jugendliche

„Für Jugendliche sollte ein Streetballplatz mit 2 Tischtennisplatten und Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen. Weitere Angebote waren für die Altersgruppe an diesem Standort nicht vorgesehen. Da tut es gut, zu beobachten, dass auch immer wieder Jugendliche gegen Abend in der Kletteranlage ihre Geschicklichkeit testen und 17-jährige voller Spaß die hohe Schaukel nutzen.“
Silvia Held

Spielbereich nach dem Aufschütten mit Holzschnitzeln.

Niedrigseilanlage während der Bauphase.

Niedrigseilanlage kurz vor Fertigstellung.

Handwerkliche Ausführung des Fallschutzbelags.

Symbiose von Gummibelag und Fallschutzkies.

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