BEDRAIN Drainagegitter

„Dränung ist die Entwässerung des Bodens durch Dränschicht und Dränleitung, um das Entstehen von drückendem Wasser zu verhindern. Dabei soll ein Ausschlämmen von Bodenteilchen nicht auftreten (filterfeste Dränung).“ Mit dieser knappen, aber präzisen Definition wird in der DIN 4095 eine wichtige bautechnische Aufgabe beschrieben.

Wasser stellt neben seiner bedeutenden Rolle als natürliche Ressource auch eine fachliche Herausforderung für Geologen, Ingenieure und Umweltschützer dar.

Wo und in welchen Mengen Wasser anfällt, ist nicht immer mit notwendiger Sicherheit vorherzusagen. Trotzdem müssen Bauwerke mit der ausreichenden Sicherheit standfest errichtet werden. Gleichzeitig ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser ein wesentlicher Aspekt.

Ihre Vorteile

Hohe Wasserableitkapazitäten bis zu Auflasten von 1.000 kPa

Hohe chemische Beständigkeit

Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Hervorragende Langzeitbeständigkeit

Allgemein

BEDRAIN Drainagegitter sind widerstandsfähige Geokunststoffe mit einem Dränkern aus extrudiertem Polyethylen Hoher Dichte (PEHD). Dieses Polymer weist eine hohe chemische Beständigkeit auch gegenüber aggressiven Medien auf, wie Böden mit hohem pH-Wert.

BEDRAIN Drainagegitter sind ausgesprochen druckstabil. Durch die hohe Zugfestigkeit kann das Material auch starken mechanischen Beanspruchungen, z. B. während des Einbaus, widerstehen. Abhängig von der Anwendung kann der Dränkern ein- oder beidseitig mit einem Filtervliesstoff kaschiert bzw. mit Filtervlies und einer Folie ausgerüstet werden.

Für erdberührte Bauteile im Hoch- und Tiefbau sowie in der Geotechnik sind im Wesentlichen drei durch Wasser verursachte Beanspruchungsfälle zu unterscheiden:

  • Bodenfeuchtigkeit
  • Nichtdrückendes Wasser
  • Drückendes Wasser

    Beim Auftreten von nichtdrückendem und drückendem Wasser bieten wir mit BEDRAIN Drainagegittern interessante Lösungen für die Umsetzung planerischer Aufgaben.

Funktionen

Dränen

BEDRAIN Drainagegitter können überall dort ihre Funktionalität ausspielen, wo sich ein nahezu ebenes Auflager bietet. Dabei ist es unerheblich, ob dies durch ein Erdplanum hergestellt wird oder ob das BEDRAIN Drainagegitter gegen ein aufgehendes Bauteil oder Bauwerk eingebaut wird.

BEDRAIN Drainagegitter können sowohl horizon­tal als auch vertikal verlegt werden. Das ausgezeich­nete Druck-Stauchungsverhalten stellt selbst bei sehr großen Auflasten die erforderliche Wasser­ableitkapazität sicher, um eine druckfreie Abführung des anfallenden Wassers zu ermöglichen. Je nach Einsatzgebiet kann Oberflächen-, Schichten- oder Grundwasser gesammelt und gezielt abgeleitet werden.

Filtern

Die aufkaschierten Vliesstoffe dienen als Filter, damit feine Bodenteilchen nicht mit dem einströmenden Wasser in den Dränkern transportiert, sondern durch den Vliesfilter zurückgehalten werden. Aufgrund der idealen Öffnungsweite stellen sie im Zusammenwirken mit allen gängigen Bodenarten ein filterstabiles System dar.

Trennen

BEDRAIN Drainagegitter können auch als Trenn­lage in der Grenzschicht zwischen zwei Böden eingesetzt werden. Das kann zum einen die Erosions­stabilität erhöhen und zum anderen aufgrund des dränierten Kontaktbereichs zu einer erhöhten Grenzflächenspannung führen. Letzteres ist z. B. bei der statischen Nachweisführung von Oberflächenabdichtungen im Deponiebau ein wichtiger Faktor.


Anwendungen

Brückenwiderlager (RiZ Was 7)

Für die Dränung der Kontaktfläche zwischen Brückenwiderlager und Hinterfüllung entsprechen BEDRAIN Drainagegitter mit beidseitiger Vlieskaschierung den Anfor­derungen der Richtzeichnung „Was 7“.

Zudem stellen sie eine wirtschaftliche Alternative zu handgeschichteten Beton­filtersteinen dar, da die Verlegung der Rollenware wesentlich einfacher und schneller zu bewerkstelligen ist.

Brückenwiderlager (RiZ Was 7): 1. Grobkörniger Boden | 2. Hinterfüllbereich | 3. BEDRAIN Drainagegitter | 4. Grundrohr | 5. Betonsockel | 6. Anstehender Boden

Brückenwiderlager (RiZ Was 7)

  1. Grobkörniger Boden
  2. Hinterfüllbereich
  3. BEDRAIN Drainagegitter
  4. Grundrohr
  5. Betonsockel
  6. Anstehender Boden

Gebäude- und Bauwerksschutz

Eine mit Brückenwiderlagern vergleichbare Anwendung ist der erdseitige Einbau von BEDRAIN Drainagegittern hinter Winkelstützelementen oder anderen Front­verkleidungen. Von Vorteil ist dabei die Filterfunktion der aufkaschierten Vliesstoffe. Somit können keine Feinbestandteile des Hinterfüllbodens ausgespült werden. Hier reicht in der Regel eine Materialvariante mit einseitig aufkaschiertem Vliesstoff, der zum Erdreich hin verlegt wird.

Wie in den beiden vorgenannten Beispielen werden BEDRAIN Drainagegitter auch vertikal als Kellerdränung eingebaut. Sie unterstützen die abdichtende Wirkung eines bituminösen Anstriches und schützen ihn vor Beschädigungen während des Verfüllens und Verdichtens der Baugrube.

Entwässerung der Bauwerkshinterfüllung: 1. Hinterfüllbereich | 2. BEDRAIN Drainagegitter | 3. Sickerwasser | 4. Sickerrohr | 5. Schutzlagen

Entwässerung der Bauwerkshinterfüllung

  1. Hinterfüllbereich
  2. BEDRAIN Drainagegitter
  3. Sickerwasser
  4. Sickerrohr
  5. Schutzlagen

Deponiebauwerke und Altlasten

Wegen ihres sehr guten Alterungsverhaltens und ihrer chemischen Beständigkeit wer­den BEDRAIN Drainagegitter im Deponiebau zur Gas- und Wasserdränung eingesetzt.

Als Bestandteil des Oberflächenabdichtungssystems von Deponien und Altlasten erhöhen BEDRAIN Drainagegitter durch eine schnelle Ableitung von anfallendem Sickerwasser die Standsicherheit des Abdichtungssystems.

Deponien und Altlasten: 1. Rekultivierungsschicht | 2. BEDRAIN Drainagegitter | 3. BENTOMAT Tondichtungsbahn | 4. Ausgleichsschicht | 5. Trenngeotextil | 6. Abfall

Deponien und Altlasten

  1. Rekultivierungsschicht
  2. BEDRAIN Drainagegitter
  3. BENTOMAT Tondichtungsbahn
  4. Ausgleichsschicht
  5. Trenngeotextil
  6. Abfall

Befestigte Flächen

Das Besondere an BEDRAIN Drainagegittern ist die Möglichkeit, sie als leistungsfähige, horizontale Flächendränung unter Verkehrswegen einzusetzen.

Die Symbiose aus geringer Schichtdicke und gleichzeitiger hoher Wasserableit­kapazität unter hohen Auflasten ermöglicht stabile Lösungen u. a. für Gründächer, Parkdecks und Tunnelanlagen.

Befestigte Flächen: 1. Belag | 2. Sandbett | 3. Trenn- und Filtervlies | 4. Tragschicht | 5. BEDRAIN Drainagegitter | 6. Dachabdichtung

Befestigte Flächen

  1. Belag
  2. Sandbett
  3. Trenn- und Filtervlies
  4. Tragschicht
  5. BEDRAIN Drainagegitter
  6. Dachabdichtung

Daten

EigenschaftenVG 1VG 3VGV 1VGV 3WAS 7
ProduktartDrainagegitter mit
einseitigem Vliesstoff
Drainagegitter mit
beidseitigem Vliesstoff
RohstoffDrainagegitter: PEHD; Vliesstoff: PP
Dicke (mm)5,39,65,510,05,0
Vliesstoff160 g/m2120 g/m2
Anwendungsgebiete
Brückenwiderlager
Dachbegrünung
Deponiebau und Altlasten
Dränanlagen
Grundmauerschutz
Parkdeck
Straßen- und Verkehrsflächen
Tiefgaragenbegrünung
Tunnelbauwerke
● geeignet
Sondertypen auf Anfrage erhältlich.

Einbau

  1. Der Untergrund sollte für die Verlegung möglichst eben sein, um einen vollflächigen Kontakt mit dem Verbundstoff zu gewährleisten.
  2. Das Drängitter ist glatt und ohne Falten zu verlegen. Falten aufgrund der Formgebung des Bauwerkes sind durch Einschneiden des Materials und dachschindelartige Überlappungen zu beseitigen.
  3. Die Längsstöße sind so auszubilden, dass die Dränkerne stumpf aneinanderstoßen. Die einseitigen Überlappungen der Vliesstoffe sollen so auf die benachbarte Bahn geklappt werden, dass diese eine durchgehende Filterlage bilden. Die seitlichen Vliesüberstände sind an den Kanten der verlegten Flächen um den Dränkern herumzuschlagen, damit keine Feinteile in das Drängitter eingespült werden können.
  4. An der Stirnseite der Verlegeflächen ist der offene Dränkern so weit zurückzuschneiden, dass der Vliesstoff nach demselben Prinzip wie an den Seiten um den Dränkern herumgeschlagen werden kann. Alternativ kann zusätzlicher Vliesstoff verwendet werden.
  5. Der Geokunststoff darf nicht direkt befahren werden. Beim Überschütten und dem anschließenden Verdichten ist darauf zu achten, dass das Drängitter nicht verschoben wird oder sich Falten bilden.

Darüber hinaus sind unsere detaillierten Einbau- und Verlegehinweise für BEDRAIN Drainagegitter zu beachten.

Vorteile

  • Hohe Wasserableitkapazitäten bis zu Auflasten von 1.000 kPa
  • Hohe chemische Beständigkeit (auch gegenüber chlorierten Kohlenwasserstoffen) bis in den stark alkalischen Bereich hinein
  • Robust gegenüber Einbaubeanspruchungen
  • Leicht zu konfektionieren und einfach zu verlegen
  • Gute mechanische und hydraulische Filtereigenschaften der aufkaschierten Vliesstoffe
  • Hervorragende Langzeitbeständigkeit
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Galerie

Weitere Informationen zu:
BEDRAIN Drainagegitter

Downloads

BEDRAIN Drainagegitter

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Produktbroschüre




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